SÜDTIROL 2009

IAAF World Youth Championships 8-12 JULY

Leichtathletik Jugend WM

Brixen erhält den Zuschlag

Den 17. November 2006 wird das Organisationskomitee von „Südtirol 2009“ bestimmt nicht mehr vergessen. Um exakt 16.25 hat Brixen anlässlich des IAAF-Kongresses in Monte Carlo den Zuschlag für die Ausrichtung der U18-WM 2009 erhalten. Nie zuvor hatte eine so kleine Stadt wie Brixen (20.360 Einwohner; Stand Ende 2008) eine Weltmeisterschaft ausgerichtet. Die Gründe dafür sind vor allem logistische Natur. Dennoch erhielt Brixen den Zuschlag. „Südtirol 2009“ überzeugte die IAAF mit der Idee von der WM der kurzen Wege und mit dem Unterbringungskonzept, das Brixen in ein einziges Athletendorf verwandeln soll. Zur Südtiroler Delegation in Monte Carlo zählten Stefano Andreatta (WM-Geschäftsführer) und Bruno Cappello (Technischer Direktor der WM), die beiden Ideatoren dieser Weltmeisterschaft, Armin Bonamico, der Präsident des Südtiroler Leichtathletikverbandes sowie eine Abordnung von Gemeindepolitikern, angeführt von Bürgermeister Albert Pürgstaller.

Warum „Südtirol 2009

Die U18-Weltmeisterschaft nennt sich „Südtirol 2009. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Erstens durfte das OK nur übergeordnet als Provinz kandidieren, denn als Stadt Brixen hätte man die WM niemals zugesprochen bekommen. Zweitens musste das OK die Vorgaben des internationalen Leichtathletikverbandes IAAF erfüllen. Dieser lässt nur eine offizielle Bezeichnung zu.

Teilnehmerrekord

Aruba, die Cook-Inseln, Nauru, Kiribati, die Komoren, die Marianen-Inseln, Mikronesien oder Palau: Das sind nur einige der kuriosesten und unbekanntesten Teilnehmerländer. Fast alle der 193 unabhängigen Staaten dieser Erde und der 20 zusätzlichen Mitgliedsverbände des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF (z.B. Palästina) haben für die Titelkämpfe in Südtirol genannt. Von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe (zu Deutsch: Simbabwe) reicht die offizielle Liste der 180 Teilnehmerländer. Das ist neuer Rekord bei U18-Weltmeisterschaften. 45 kommen aus Europa, 39 aus Afrika, 36 aus Asien, 30 aus Mittel- und Nordamerika, 18 aus Ozeanien und 12 aus Südamerika. Von den großen europäischen Sport-Nationen fehlt nur die Niederlande.
Die Koralleninsel Nauru (Ozeanien) ist mit einer Fläche von 21 km2 und nur etwas mehr als 10.000 Einwohnern in zweifacher Hinsicht das kleinste Teilnehmerland. Nauru steht damit im krassen Gegensatz zu Russland (17.075.200 km2) und der Volksrepublik China (1,33 Mrd. Einwohner).
Inklusive Trainern und Betreuern sind 2038 Personen für die WM akkreditiert. 1339 davon sind Athleten (771 Buben und 568 Mädchen). Das größte Kontingent stellen die USA (51 Athleten) vor dem Gastgeberland Italien (48). Die meisten Offiziellen haben Italien und Rumänien akkreditiert (je 20).
Den weitesten Weg haben die Neuseeländer. Von der Hauptstadt Wellington sind es Luftlinie rund 18.600 km nach Brixen. Am wenigsten weit hat es Matteo Didioni. Der Sprinter ist Südtirols einziger WM-Teilnehmer. Er wohnt nur wenige 100 Meter vom Stadion entfernt. Für die WM haben sich außerdem 130 Medienleute aus 27 Nationen angekündigt.

Die vorherigen Ausrichter

Hier einige Statistiken und Schauplätze der bisherigen Jugend-WMs.

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