SÜDTIROL 2009

IAAF World Youth Championships 8-12 JULY

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12.07.2009

Kurzmeldungen und Kuriositäten

Täglich von der U18 WM aus Brixen

IAAF-Präsident Diack: "Ich wünsche mir, dass wir noch einmal eine U18-WM in Brixen austragen können."
Auf der Plose, dem Brixner Hausberg, hatten rund 200 geladene Gäste, darunter die ranghöchsten Vertreter der IAAF, die drei Olympiasieger Sergey Bubka, Sebastian Coe und Gabriella Dorio, die Spitze des OK, Sponsoren und lokale Politprominenz ein unvergessliches Erlebnis. Die Geisler-Spitzen, Teil des Unesco-Weltnaturerbes der Dolomiten, zeigten sich im Abendlicht von ihrer besten Seite, als die Gäste mit der Umlaufbahn zum WM-Gala Dinner auf die Plose gebracht wurden.  Für IAAF-Präsident Lamine Diack, einem Senegalesen, waren die Hausberge des Extrembergsteigers Reinhold Messner zum Greifen nahe und doch so unbegreiflich. Vielleicht ließ er sich auch deshalb vor der versammelten Menge zu folgendem Satz hinreißen: "Ich habe diese WM an diesem wunderschönen Ort sehr genossen und ich wünsche mir, dass wir noch einmal eine U18-WM in brixen ausrichten können, denn das ist der ideale Ort dafür." Doch von diesem speziellen Licht vor der einmaligen Kulisse der Dolomiten waren gestern auch BM Albert Pürgstaller und OK-Präsident Rudi Rienzner angetan. Begeistert waren die Gäste auch vom dreigängigen Menü mit Südtiroler Köstlichkeiten, das Alessandro Marzola, der Chef der Plose-Aufstiegsanlagen, spendiert hat. Für die musikalische Umrahmung dieses unvergesslichen Abends sorgte der Männerchor "Plose".
Während sich die Weltjugend im Rahmen des Saturday Night Fever auf dem Brixner Domplatz verbrüderte, schauten die VIP von der Plose auf das Feuerwerk herab, das um 23 Uhr die Stadt erleuchtete. Wann die Plose-Umlaufbahn die letzten Gäste vom Brixner Hausberg gebracht hat, ist nicht bekannt.

Transporte: Die größte logistische Herausforderung kommt noch
Für den Bereich Transporte steht die größte Herausforderung erst noch bevor. Nachdem das Team um den Verantwortlichen Claudio Zorzi zwei Wochen unter Strom stand, um die Ankünfte der WM-Gäste aus 176 Ländern und fünf Kontinenten zu koordinieren, steht am Montag der große Abreisetag bevor. Anders als bei den Ankünften, wird der Großteil der Mannschaften Brixen am selben Tag verlassen. Dafür haben Zorzi und sein Team alles bis ins kleinste Detail geplant. Insgesamt stehen 60 Groß- und Kleinbusse bereit, die die Flughäfen von Bozen, Verona, Venedig, Mailand, Innsbruck und München anfahren werden. Zorzi ist optimistisch, daß alles reibungslos ablaufen wird. “Einige Mannschaften treten mit persönlichen Wünschen an uns heran, die nicht in unserem Kompetenzbereich liegen, wie zum Beispiel die Weiterfahrt oder der Transport von sperrigen Geräten wie die Stäbe der Stabhochspringer. Die Mannschaften müssen Verständnis aufbringen, dass wir die Athleten an zentralen Sammelstellen abholen, die unter Umständen einige Gehminuten vom Hotel entfernt sind. Mehrere Mannschaftsführer sind verunsichert und suchen bei uns verbindliche Bestätigung darüber, dass wir sie sicher bis zum Abflug begleiten. Dem OK war von Anfang an klar, dass die Transporte die größte Herausforderung dieser U18-WM sein würden. Dank des unermüdlichen Einsatzes unzähliger Freiwilliger, sollte das OK auch diese letzte große Hürde nehmen.

"Diese U18-WM stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten"
"Kritik anzubringen fällt niemandem schwer. Viel schwieriger ist es, Komplimente auszusprechen. Ich muss sagen, ich habe nichts gefunden, was ich an dieser WM auszusetzen hätte. Die Arbeitsbedingungen für uns Journalisten sind ein Spiegel der Weltmeisterschaften, und diese waren einfach großartig. Diese U18-WM stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten.  Brixen ist Modell für eine Weltmeisterschaft. Der einzige Unterschied zu einer herkömmlichen WM sind die Zahlen. Dort ist alles noch größer, und die Athleten sind bereits Stars. Dafür gibt es bei einer U18-WM die besseren Geschichten zu erzählen." Wer das sagt, ist Phil Minshull, freier Journalist aus Großbritannien mit Wohnsitz in Spanien, der seit 1993 so gut wie keine Leichtathletik-Weltmeisterschaft verpasst hat, ab und zu für die BCC arbeitet und früher Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters war. Minshull, ein früherer Hochspringer, ist einer von 140 Journalisten aus 27 Ländern, die aus Brixen berichten. Den Medienvertretern stehen in Brixen je 50 Arbeitsplätze auf der Medientribüne und im Pressezentrum zur Verfügung. Durch das Epson-Informationssystem werden die Journalisten an ihren Arbeitsplätzen in Echtzeit über die Geschehnisse in Brixen informiert. Zwischen Medienteam und Pressezentrum haben rund 30 Personen für das Lokale Organisationskomitee von "Südtirol 2009" gearbeitet.

Ein Dankeschön aus Myanmar
"Das Lächeln das du aussendest, kehrt zu dir zurück", sagt ein Sprichwort. Das hat man in Brixen an allen Ecken und Enden gespürt. Die Mitarbeiterinnen des Akkreditierungsbüros waren gerührt, als der Delegierte aus Myanmar ihnen ein wunderschönes Erinnerungsgeschenk (zwei handgemachte Wandteppiche) aus seinem Heimatland vorbeibrachte, mit besten Grüßen von San Tun, dem Vizepräsidenten seines Leichtathletikverbandes. Die Gäste aus Myanmar, einem Land in Südostasien, in dem immer noch Bürgerkrieg herrscht, wollte sich mit dieser Geste für die Herzlichkeit und Aufmerksamkeit bedanken, die ihnen die Bevölkerung entgegengebracht hat.

Im Bild: (vl.) BM Albert Pürgstaller, Lamine Diack und Anna Riccardi (IAAF-Council) mit den Geislerspitzen im Hintergrund (Foto: Südtirol 2009/Franco Coccagna)

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